Geschichte der Gemeinde Spital am Semmering
Spital/Steinhaus am Semmering kann auf eine über 800jährige Geschichte zurückblicken.
Im CEREWALD, der damals noch in urwäldlicher Wildnis den Räubern als sicherer Schlupfwinkel diente, wurde vom steirischen Marktgrafen Ottokar III. im Jahr 1160 ein Hospiz gegründet (daher auch der Name "Spital").
Die Wanderer und Reisenden sollten hier Unterkunft und Verpflegung sowie Schutz vor den Räubern finden.
1486 ging ein Teil des Ortes bei Kämpfen zwischen Kaiser Friedrich III. und dem ungarischen König Mathias Corvinus in Flammen auf.
1494 wurde zum erstenmal der Eisenbergbau in der Fröschnitz erwähnt.
1529 und 1532 erlitt Spital am Semmering schwerste Schäden durch Türkeneinfälle.
Um 1740 hatte der Bergbau seine höchste Blüte und noch 1857 wurde in Steinhaus am Semmering (In der Schmelz, Fröschnitz) Eisen erzeugt.
1881/82 wurde durch die Gründung der Alpine-Montangesellschaft die Konkurrenz zu groß und musste der Eisenabbau in Steinhaus am Semmering eingestellt werden.
Zur Verarbeitung des Eisens standen vier Schmelzhütten, Hammerschmieden und Pfannenschmieden zur Verfügung. Bis zum Jahr 1967 konnte man in Spital am Semmering noch das Pochen der Hämmer hören, die die bekannten steirischen Sensen, Sicheln, Hacken, Schaufeln und sonstigen Eisenwerkzeuge herstellten.
Der Semmeringpass war damals ein schwer bezwingliches Hindernis. Das Fuhrhandwerk blühte.
1728 wurde unter Kaiser Karl VI. die "Alte Reichsstraße" in nur 28 Tagen ausgebaut.
In den Jahren 1839/40 wurde die B 306 erbaut.
Im Jahr 1854 rollte der erste Zug über den Pass. So war es mit dem Fuhrwesen vorbei und nach und nach gingen die bisherigen Grundlagen für das Blühen und Gedeihen des Ortes verloren.
Man wandte sich immer mehr dem Fremdenverkehr zu.
1893 wurde von Max Kleinoscheg und Toni Schruf das Stuhleck als erster österreichischer Alpengipfel mit Schiern erstiegen. Seit damals nahm das Schifahren in der Steiermark und speziell in Spital am Semmering großen Aufschwung.
1906-1907 Neubau des Gemeindeamtes unter Bürgermeister Anton Rigler.
1948 wurde der erste Schlepplift auf der Eichtbauerwiese/Schieferwiese am Stuhleck errichtet. Am 30.06.1960 wurde der erste Sessellift mit der Förderkapazität von 349 Personen pro Stunde in Betrieb genommen.
1972 kaufte die Schieferwiese eine Linde Propellerkanone und errichtete somit die erste Beschneiungsanlage.
Heute zählt das Schigebiet Stuhleck zu den bekanntesten Wintersportgebieten der Ostalpen.
zur Pfarrkirche
ein kurzer Abriss der Skigeschichte

